Dr. med. Ulrike Delcker-Heidbüchel

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Vorsorge und Früherkennung von Hautkrebs

Hautkrebs – zu fast 100% heilbar

Jedes Jahr erkranken 120.000 Menschen an Hautkrebs, 7.000 davon an einem malignen Melanom. Wenn Hautkrebs früh genug erkannt wird, ist er in nahezu allen Fällen heilbar. Trotzdem sterben in Deutschland jährlich mehr als 2.000 – auch junge – Menschen an den Folgen dieser Erkrankung, weil die Gefahr nicht rechtzeitig erkannt wurde.

Wer ist besonders gefährdet?

Hautkrebs kann für jeden von uns eine Gefahr darstellen. Es gibt aber Faktoren, die das Risiko einer Erkrankung erhöhen:

  • Sehr viele Muttermale am Körper – je mehr Muttermale, desto größer das Risiko
  • Maligne Melanome in der Familie
  • Maligne Melanome in der eigenen Krankheitsgeschichte
  • Angeborene Pigmentmale, vor allem, wenn der Durchmesser größer als ein Zentimeter ist
  • Starke Sonnenbrände, besonders im Kinder- oder Jugendalter

Veränderungen als Warnhinweis

Jede Veränderung eines Muttermals ist ein wichtiges Alarmsignal, auf das Sie reagieren müssen:

  • Farbe des Muttermals (heller, dunkler, Verfärbung)
  • Größe und Dicke des Muttermals
  • Veränderungen in der Umgebung des Muttermals
  • Unangenehme Gefühle wie Juckreiz oder Brennen
  • Neuentstehen von Muttermalen

Die ABCD-Regel

Dabei ist es ganz einfach: Bei einem Muttermal kann es sich dann um gefährlichen Hautkrebs handeln, wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte zutreffen:

  • Asymmetrie des Muttermals
  • Begrenzung des Muttermals ist unscharf, bogig oder zackig
  • Coloration des Muttermals ist ungleichmäßig
  • Durchmesser des Muttermals liegt über fünf Millimeter

Haben Sie Muttermale, auf die einer oder mehrere dieser Punkte zutreffen? Dann sollten Sie sich zur Sicherheit unbedingt von Ihrem Hautarzt beraten lassen.

Regelmäßige Untersuchung

Um sich zu schützen, sollten Sie Ihren Körper regelmäßig selbst untersuchen. Wenn Ihnen ein Muttermal verdächtig vorkommt, sollten Sie unbedingt Ihren Hautarzt aufsuchen. Er kann Ihnen auch in Zweifelsfällen Sicherheit verschaffen.

Damit auch Veränderungen über einen langen Zeitraum hinweg sicher beurteilen werden können, steht Ihnen in meiner Praxis ein modernes System zur Videodokumentation von Muttermalen zur Verfügung.

Videodokumentation – was ist das?

Bei der Videodokumentation wird mit einer speziellen Videokamera ein genauer "Muttermalkatalog" Ihrer Haut aufgenommen. Zunächst werden Übersichtsaufnahmen erstellt. Zusätzlich werden von Muttermalen, die aus ärztlicher Sicht beobachtet werden sollten, Detailaufnahmen angefertigt. Diese Aufnahmen werden in unserer Praxis dauerhaft gespeichert und ermöglichen bei jährlichen Kontrolluntersuchungen einen detaillierten und objektiven Vergleich aktueller und vorheriger Hautbefunde.

Vorteile der Videodokumentation

  • Jede Veränderung eines Muttermals kann von Arzt eindeutig erkannt und medizinisch beurteilt werden.
  • Auch bei Patienten, die eine große Zahl von Muttermalen aufweisen werden Veränderungen durch die elektronische Speicherung sicher erkannt.
  • Durch regelmäßige Untersuchungen und objektive Vergleichsmöglichkeiten werden unnötige Operationen an harmlosen Muttermalen, die sich nicht verändert haben, vermieden.

Kosten

Die Kosten für die Untersuchung in einem konkreten Verdachtsfall übernehmen selbstverständlich alle Krankenkassen. Medizinisch sinnvolle, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen werden jedoch von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt, ebenso wenig wie die Fotodokumentation Ihrer Muttermale. Deshalb müssen diese Leistungen direkt mit Ihnen abgerechnet werden. Die "kleine Vorsorge" kostet 35 Euro. Zusammen mit der Videodokumentation berechnen wir insgesamt 85 Euro, eine Wiederholungsuntersuchung kostet nur noch 75 Euro.

Wir sind für Sie da

Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns bitte an. Wir informieren Sie gerne über die Kosten und den Nutzen von Vorsorgemaßnahmen in Ihrem konkreten Fall.

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