Dr. med. Ulrike Delcker-Heidbüchel |
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Photodynamische TherapieWirkungsweiseDie photodynamische Therapie (PDT) ist eine moderne Behandlungsform ohne Narben. Durch eine besondere Salbe werden die kranken Hautzellen extrem lichtempfindlich gemacht. Bei der anschließenden Bestrahlung mit Licht in einer bestimmten Wellenlänge zerstören sich die kranken Hautzellen dann selbst. Die Salbe enthält einen natürlichen Wirkstoff, der innerhalb von 24 Stunden wie der körpereigene Blutfarbstoff wieder abgebaut wird. Auch die zur Bestrahlung verwendete Lampe arbeitet ausschließlich mit Wellenlängen des natürlichen, sichtbaren Lichts. Der Körper ist keinen schädlichen Strahlenbelastungen ausgesetzt. Anders als ein operativer Eingriff mit dem Skalpell eignet sich die photodynamische Therapie sehr gut zur Behandlung größerer Hautareale. Ihr größter Vorteil ist aber die Tatsache, dass sich im Anschluss an die Behandlung fast keine Narben bilden: Die kranke Haut stößt sich fast unmerklich ab und wird vom Körper durch gesunde Haut ersetzt. AnwendungsgebieteMit der photodynamischen Therapie können aktinische Keratosen, Basalzellcarcinome und M. Bowen ohne Narbenbildung behandelt werden. Aktinische KeratosenAktinische Keratosen (auch "Lichtkrusten") sind Verhornungsstörungen der Haut. Sie treten vor allem an Körperbereichen auf, die verstärkt dem Sonne ausgesetzt sind. Dazu gehören zum Beispiel das Gesicht, die Hände, Arme und die nicht behaarte Kopfhaut. Zunächst sind die Stellen unscheinbar und kaum zu sehen, fühlen sich aber rau an. Sie entwickeln sich dann zu flachen, rötlichen Stellen, die leicht bluten und unter Salbenbehandlung nicht richtig abheilen. Viele Menschen haben gleichzeitig mehrere betroffene Stellen. Bei aktinischen Keratosen handelt es sich zwar noch nicht um einen Hautkrebs, aber ein Teil der unbehandelten Lichtkrusten entwickeln sich zu einem Stachelzellkrebs. Deshalb sprechen sich Fachleute heute dafür aus, schon diese Krebsvorstufe zu behandeln. Im Vorstadium ist eine Therapie noch relativ einfach, sicher und wirkungsvoll. BasalzellcarcinomeBeim Basalzellkrebs haben sich untere Hautschichten krankhaft verändert. Derartige Basaliome können überall am Körper auftreten, besonders häufig sind sie jedoch an Kopf, Oberkörper, Armen und Beinen. Zu den Risikogruppen gehören Menschen, die ihre Haut häufig der Sonne ausgesetzt haben, auch wenn es dabei nicht zu Sonnenbränden gekommen ist, und Menschen die ein geschwächtes Immunsystem haben, z.B. nach einer Organtransplantation. Es gibt verschiedene Formen des Basalioms. Als eine Form des Hautkrebses ist ein Basalzellcarcinom dringend behandlungsbedürftig. Es ist zwar nicht so gefährlich wie der "schwarze Hautkrebs" und bedroht nicht den ganzen Körper. Auf der Haut breitet es sich jedoch aus und zerstört das umliegende Gewebe. Eine frühzeitige Behandlung sichert zuverlässig den Behandlungserfolg. KostenDie photodynamische Therapie gehört nicht zu den Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. In der privaten Krankenversicherung werden die Kosten einer Behandlung in der Regel übernommen. Die Behandlung selbst kostet je nach Aufwand ungefähr 200 Euro. Für das Medikament werden Sachkosten weiterberechnet. Diese liegen je nach Verbrauch zwischen 120 und 400 Euro. |
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